BadmintonClub

Regionalliga Südost

21.01.2012

BC Bad Königshofen I – BC Aschaffenburg I 7:1

Mit einer souveränen Selbstverständlichkeit hat der Tabellenführer BC Bad Königshofen seine Hausaufgabe im ersten Rückrundenspiel im Unterfranken-Derby gelöst und dem BC Aschaffenburg nicht den Hauch einer Chance gelassen. Bis zum Stand von 7:0 gab es keinen einzigen Satzverlust, und nur zwei der bis dahin 14 Sätze fanden ein knappes Ende. Dann durfte bei den Gastgebern der in der Bayernliga so dominierende Fabian Hippold aus der zweiten Mannschaft zum ersten Mal in dieser Saison ran, von seinem Potenzial her ganz klar eine Option für diese Liga. Seinen Gegner Frank Fischer hatte er vor einem Jahr in Aschaffenburg noch besiegt. Und auch diesmal sah es danach aus, solange neben ihm auf Court 1 noch Betrieb war und er auf dem hinteren Spielfeld Fischer klar im Griff hatte. Als es vorne leer wurde und sich alle Blicke nur noch auf ihn richteten, spielten ihm die Nerven einen Streich, verlor er im zweiten Satz völlig den Faden, war im dritten noch bis 17:17 dran und am Ende mit 17:21 weg. Das war aber auch der einzige Wermutstropfen im Freudenbecher der Königshöfer, die nie einen Zweifel über ihren achten Sieg in Folge aufkommen ließen. Da hatten sie denn auch überhaupt kein Interesse daran, in irgend einer Form die Spannung für die zahlreichen Zuschauer künstlich hoch zu halten. „Die kommt schon noch in unseren nächsten zwei Heimspielen gegen Leipzig und Zwenkau“, vertröstete sie Sebastian Ames, fügte aber hinzu, dass in keiner Phase die Gedanken beim gleichzeitig ausgetragenen Verfolgerduell dieser beiden Mannschaften aus Sachsen waren. Die trugen durch ihr 4:4 nämlich dazu bei, dass sich der Vorsprung der Grabfelder an der Spitze auf vier Punkte plus dem weitaus besten Spiel-Verhältnis ausdehnte. „Nein, wirklich nicht“, so Basti, „wir sind heuer so stark, dass wir nirgendwo hin schielen müssen. Erst recht nicht, wenn die beiden Damen Senja Töpfer und Engelke Rasche maximal punkten. Froh war man deshalb, dass Töpfers lädiertes Sprunggelenk mitmachte. Das „good girl“, so ihr Individual-Aufdruck auf dem Trikot unter „BC Bad Königshofen“ gewann mit Rasche das Damen- und mit Philipp Fleck das gemischte Doppel. So zog man denn ein wenig Spannung daraus, wer als Erster von den beiden Ames-Brüdern in der dritten Spiel-Paarung den fünften, den Siegpunkt einbringen würde. Christopher Ames hatte es dabei mit Philipp Faust zu tun, der bis vor drei Jahren vier Jahre lang an seiner Seite beim BC Bad Königshofen spielte. Obwohl beide häufig miteinander in Unterdürrbach trainieren, wurde es trotz aller sportlicher Klasse eine für Badminton-Verhältnisse ziemlich aufgeregte Angelegenheit. Dies lag aber keinesfalls am Umgang der beiden Kontrahenten miteinander, sondern an der jungen Schiedsrichterin. Die achtete eigentlich nur ganz genau auf die Regelvorgaben bei Fausts Aufschlägen. Und als sie deren drei oder vier als fehlerhaft moniert hatte, war die Atmosphäre vergiftet und ihr Schiedsrichterkollege assistierte bis zum Schluss am anderen Netzpfosten. „Ich habe nichts reklamiert“, so Christopher Ames, „zumal Aufschläge im Einzel doch eh fast nichts bewirken.“ Beim Shakehands hatte „Chrissy“ dann, wieder einmal, die Nase vorn. Den fünften Punkt hatte da aber bereits sein Bruder Sebastian eingelockt. Und Philip Fleck lehnte sich, gestützt durch die Wahrscheinlichkeitsrechnung, sogar schon ganz euphorisch weit aus dem Fenster: „Ich glaube, das war heute schon die Meisterschaft.“

Ergebnisse: Christopher Ames/Sebastian Ames – Philipp Faust/Kai Bastian 21:15/21:19 ; Senja Töpfer/Engelke Rasche – Kathrin Maiwald/Brid Stepper 21:12/21:11 ; Philipp Fleck/Timm Spitzer – Dominik Weinkötz/Frank Fischer 21:13/21:19 ; Engelke Rasche – Brid Stepper 21:13/21:5 ; Christopher Ames – Philipp Faust 21:15/21:12 ; Sebastian Ames – Dominik Weinkötz 21:9/21:8 ; Fabian Hippold – Frank Fischer 21:16/9:21/17:21 ; Philipp Fleck/Senja Töpfer – Kai Bastian/Kathrin Maiwald 21:11/21:15

 

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